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Titel:
Das wahre Leben der Wikinger
Der Experimental-Archäologe Harm Paulsen packt aus, wie die nordischen Raubeine wirklich waren
Referent: Harm Paulsen
Datum: 27.04.2013
Beginn: 10:30 Uhr
Ort: Theatersaal der Jacob-Lienau-Schule Neustadt in Holstein
Achtung: TERMINVERSCHIEBUNG! Ursprünglicher Termin: 16.03.2013
Beschreibung: Wicki aus dem Film kennt fast jedes Kind. Den kleinen rotblonden Jungen, der mit seinen Eltern Ylva und Halvar im Wikingerdorf Flake lebt und jede Menge spannender Abenteuer erlebt. Aber wie lebten die Wikinger, diese nordischen Raubeine, wirklich?
Zu Gast bei der Kinderuni ist einer der bekanntesten "Wikinger" Deutschlands, Harm Paulsen, der mit seiner Gruppe "Opinn Skjold" in einem Lager bei Schleswig seit mehr als 30 Jahren die Wikingerzeit aufleben lässt und heute auch die Kinderuni-Studenten mit auf eine Zeitreise nimmt.
Wer waren denn die Wikinger? Aus Skandinavien brachen diese Seefahrer im 8. Jahrhundert mit schnellen Schiffen in ferne Länder auf. Sie handelten und manchmal eroberten sie auch. Viele Wikinger ließen sich in den eroberten Gebieten nieder und lebten dort friedlich als Bauern oder Handwerker. Ihre wichtigste Siedlung entstand in Haithabu an der Schlei zwischen Nord- und Ostsee.

Harm Paulsen ist ein Experimentalarchäologe, das heißt er möchte die Kenntnisse der Archäologie durch Nachbauten und Vorführungen lebendig vermitteln. Für das Wikinger Museum Haithabu hat er deshalb unter anderem einen frühmittelalterlichen Webstuhl nachgebaut. Paulsen baut Funde aus Ausgrabungen (z.B. Arbeitsgeräte) der Wikinger nach und versucht diese dann zu benutzen statt sie nur typologisch einzuordnen. So lässt sich viel eher herausfinden: Wie funktionieren die Geräte und wie wurde damit gearbeitet?

Wir freuen uns auf einen prominenten Referenten: Paulsen hat die Todesursache der Alpen-Gletschermumie »Ötzi« mit aufgeklärt, war oft Berater wissenschaftlicher Fernsehproduktionen, zum Beispiel bei der ARD-Serie »Zurück in die Steinzeit«. 2011 wurde ihm der Deutsche Archäologiepreis durch die Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte verliehen. Bis zu seinem Ruhestand 2009 war der gelernte Elektrotechniker Mitarbeiter des Archäologischen Landesmuseums Schloss Gottorf.